WLAN mapping 1

Angelegt von sam Tue, 28 Sep 2010 12:13:00 GMT

 

Es gibt verschiedene software-Projekte zur Ortung von Wlan-Nutzern und das mappen der aktiven wlan-spots und mobilen Sende- und Emfangsgeraeten.

 

 

 

1.  Hintergrundinfos: "WLAN basierte Ortung"   

WLAN-basierte Ortung ist ein Verfahren zur Ortung. Es funktioniert ähnlich wie die GSM-Ortung, basiert allerdings nicht auf GSM-Signalen, sondern berechnet die Position anhand von WLAN-Sendemustern.  

 

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1.1 Grundlagen:

 

Gerade in Ballungsgebieten empfängt man in der Regel zahlreiche WLAN-Signale in einer individuellen, standortabhängigen Kombination. Diese Signale stammen von kommerziellen Hotspots, Firmennetzwerken oder von privaten Heimnetzwerken. Die Kenntnis über den Standort dieser Netzwerke (Router) erlaubt so die Berechnung des Standortes. Je mehr Netzwerksignale empfangen werden, desto genauer gelingt eine Berechnung des Standortes. Unter Idealbedingungen ist eine metergenaue Ortung möglich. Im Gegensatz zu GPS funktioniert die WLAN-basierte Ortung auch innerhalb von Gebäuden. Prominentes Beispiel ist das iPhone, welches diese Technik der Firma Skyhook verwendet. Mittlerweile etablieren sich aber auch freie Alternativen wie die OpenWLANMap welche insbesondere die rechtlichen Probleme lösen, die aus der Sammlung von WLAN-Daten unbeteiligter Dritter entstehen.

 

1.2 Anwendungsgebiete    

WLAN-basierte Ortung ermöglicht das Anbieten von standortbezogenen Diensten für alle WLAN-fähigen Endgeräte (Notebook, Smartphone, modernen Handys, PDAs etc.) unabhängig von GSM oder GPS. Darüber hinaus erlaubt es, Arbeitsabläufe zu optimieren, indem Mitarbeiter und mit WiFi-Tags versehene Arbeitsmaterialien geortet werden können. Als erstes Museum der Welt setzt das Museum Industriekultur (Nürnberg), das sich unter der Leitung von Matthias Murko befindet, ein Führungssystem ein, welches, neben der Navigationsfunktion, mithilfe von WLAN-basierter Ortung neue Besucherservices und Didaktik bietet.

 

1.3 links:

http://de.wikipedia.org/wiki/WLAN-basierte_Ortung

http://knol.google.com/k/alternative-ortungsm%C3%B6glichkeiten-zu-gps-speziell-auch-in-outhouse-lokalisierung#WLAN_Ortung

http://www.heise.de/mobil/artikel/Positionsbestimmung-per-WLAN-statt-GPS-222253.html

 

2. OpenWLANmap

OpenWLANMap ist ein freies Projekt, welches für jeden frei nutzbare WLAN-Positionsdaten sammelt. Mittels dieser Daten ist es möglich, die Position eines Benutzers zu bestimmen. Bei dieser Lösung wird kein GPS-Empfänger und keine freie Sicht zum Himmel benötigt, vielmehr wird die Position an Hand der umgebenden und aktuell empfangbaren WLAN-Netzwerke ermittelt.

Der Kern des Projekts ist eine Datenbank mit WLAN-Daten. Diese dürfen gemäß der GNU Free Documentation License verwendet werden. Das ermöglicht eine kostenlose Nutzung auch aus anderen Anwendungen heraus.

Die OpenWLANMap tritt damit in Konkurrenz zu kommerziellen Anbietern wie Skyhook Wireless oder Google welche diese Daten ohne Wissen und ohne die Zustimmung der Betreiber der WLAN-Netze sammeln.

 

Ähnlich dem OpenStreetMap-Projekt soll die OpenWLANMap eine freie Alternative zu vergleichbaren kommerziellen Angeboten werden und eine umfassende Datenbank zu WLANs, deren genauer Position sowie weiteren, möglicherweise interessanten Eigenschaften bereitstellen.

Nach dem Firmen wie Google ungefragt und ohne Erlaubnis der Benutzer solche Daten bereits sammeln um damit selber Geschäfte zu machen, wird es Zeit, dass auch hier eine freie Alternative angeboten wird, bei der die Nutzer selbst bestimmen können, ob Ihre Daten hier auftauchen sollen oder nicht und bei der die User diese Daten dementsprechend auch frei nutzen können.

Mögliche Anwendungen für diese Daten sind z.B. Navigation und Positionsbestimmung komplett ohne GPS oder ein frei nutzbares Verzeichnis öffentlicher und frei zugänglicher WLAN-Accesspoints.

Um sicher zu stellen, dass die hier gesammelten Daten frei sind, frei bleiben und nicht von kommerziellen Anbietern missbraucht werden, wird es zum einen diverse Sicherungsmassnahmen geben und werden die Daten zum anderen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (GNU FDL) publiziert.
Diese Lizenz erlaubt es, Datensätze aus der Datenbank zu verwenden, ohne die Zustimmung der jeweiligen Urheber einholen zu müssen. Dafür sind dann jeweils immer die Lizenzbedingungen der GNU FDL zu beachten. Als Dokument im Sinne der Lizenz gilt hierbei jeder einzelne Datensatz dieser Datenbank.

 

2.1 links:

http://de.wikipedia.org/wiki/OpenWLANMap

http://openwlanmap.org/

 

 

3. Magic Map

MagicMap – Ein System zur kooperativen Positionsbestimmung über WLAN & RFID

 

MagicMap ist ein verteiltes Softwaresystem und besteht aus mehreren Modulen:

GUI - zeigt die Position der Knoten auf Karten an, siehe Screenshots. Das GUI gibt es betriebssystemunabhängig in Java für "ausgewachsene" Rechner sowie in .Net/C# für Pocket PCs mit Windows 2003/2005.

Stumbler - misst sensorische Daten der Umgebung, z.B. WLAN-Signalstärkeinformationen. Es gibt verschiedenen Stumbler für WLAN, Bluetooth, RFID und ZigBee jeweils für unterschiedliche Hardware und Betriebssysteme.

Server - sorgt für die Verteilung der Daten zwischen den Knoten (Signalstärke-Messwerte, Positionsberechnungen bzw. Referenzmessungen)

P2P-Kommunikation - erlaubt den Austausch von Daten auch in infrastrukturlosen Umgebungen, also auch ohne Zugang zu einem Server bzw. zu Access Points

Positioning Engine - berechnet die Positionen. Die Aufteilung der Berechnung kann unterschiedlich konfiguriert werden: Berechnung auf den Clients, auf dem Server oder verteilt. Im "Auto-Modus" wird die Berechnung entsprechend der Leistung der verfügbaren Rechner ad-hoc verteilt.

Tracker - beobachtet die Positionsdaten und triggert bei bestimmten Mustern voreinstellbare Aktionen

 

       

 

3.1 links:

http://www.magicmap.de

http://www2.informatik.hu-berlin.de/rok/MagicMap/MagicMap_details.html  (Vergleich mit anderen aehnlichen Systemen)

Das Wort Kooperation faellt ziemlich oft! 1

Angelegt von andi Thu, 01 Apr 2010 10:27:00 GMT

Was wir in den letzten Monaten alles gemacht haben, ist für mich der Wahnsinn. Inzwischen haben wir einen Blog für unsere Praktikanten, und ich denke es wird langsam ein mal Zeit selbst aufzuschreiben was ich gerade tue.

Ich wollte schon lange mehr in unseren Blog schreiben, aber nur selten fiel mir wirklich etwas ein, auf das ich auch Lust hatte es einer breitgefächerteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Eigentlich sollte ich alles aufschreiben, was ich lerne - ob das jetzt ein Fehler ist, den ich jahrelang gemacht habe, eine neue Technologie die ich kennenlerne, neue Erkenntnisse beim arbeiten an einem bestimmten Konzept oder interessante Hintergrundinformationen über das Weltgeschehen.

Wobei ich aber am meisten lerne, ist das Themen und Schwerpunkt übergreifende, über einen langen Zeitraum ausgelegte strategische Arbeiten und Konzipieren. Es ist schon interessant genug eine normale Firma aufzubauen, aber an einer Organisation mitzuwirken die über sich hinaus wachsen, sich vor keinem wichtigen Thema drücken, das Ganze im Auge behalten, und dabei den Brückenschlag zwischen Individualität, Dezentralität und einer Wachstumsfähigen Struktur wagen will.

Das ist viel verlangt - es klingt auf den ersten Blick schon viel, und es ist viel mehr als es auf den ersten Blick klingt. Und gerade in einer Phase in der all die dahinterstehenden Konzepte mehr und mehr nach Aussen getragen werden, verlangen sie auch nach Umsetzung und praktischer Zugänglichkeit. Es reicht z.B. nicht Menschen davon zu erzählen wie viel effektiver und zu gleich angenehmer es für sie wird mehr zu kooperieren - auf eine ehrliche Art und Weise, und nicht bloss auf den kurzfristig gesehen größtmöglichen Vorteil bedacht -, es reicht auch nicht ihnen zu erzählen wie viel mehr Sicherheit sie durch ein umfangreiches, eng zusammenarbeitendes Netzwerk erlangen können, als z.b. durch finanzielle Rücklagen.

Die Menschen müssen das erstmal anfangen zu erleben, und selbst mitzugestalten wie sich ein solches synergetisches Netzwerk entwickeln kann.

In der Praxis treffen wir uns deshalb zur Zeit mit unglaublich vielen Menschen, hören uns an was sie vorhaben, erzählen ihnen was wir so machen - hören uns ihre Meinungen an, und tauschen uns mit ihnen über unsere aus. Manchmal verkaufen wir ihnen dann etwas (d.h. Dienstleistung gegen bunte Baumwollscheine), manchmal beschliessen wir mehr zusammen zu arbeiten, oftmals freuen wir uns auch einfach wirklich uns kennen zu lernen. Jedes mal wenn ich aus einem Treffen herausgehe habe ich etwas neues gelernt, und wenn ich meinen Job gut gemacht hab, die anderen Personen hoffentlich auch.

Wer uns kennt bekommt schnell mit, dass wir häufig gefragt werden, wie wir es schaffen wollen so viele Dinge gleichzeitig zu tun. Häufig kommt der gute Ratschlag, wir sollen uns doch fokussieren. Gelegentlich meint sogar einer, jeder müsste sich letzendlich auf irgend etwas spezialisieren, so also auch wir. Das ist beides, falsch und richtig. Was ich aber wirklich lernen musste, war nicht mich auf ein bestimmtes Thema, einen Schwerpunkt oder ein Projekt zu konzentrieren. Letztendlich ist es Teil, besser gesagt Kern, des Projektes einzelne Bereiche nicht ohne Berücksichtigung ihrer Relationen, also Abhängigkeiten und Synergiemöglichkeiten zu betrachten. Die Schwierigkeit liegt also nicht darin, sich für eins zu entscheiden, sondern tatsächlich darin trotz der Vielfalt einen klaren Kopf zu bewahren. Und das wird auch entschieden leichter, wenn es einmal im Kopf drinnen ist, dass eigentlich alle Bereiche mit einander in Verbindung stehen.

Der Job des Brueckenschlaegers bestehet ja genau darin Bruecken zu schlagen, und in diesem Fall wagen wir den Brueckenschlag zwischen verschiedenen Themenbereichen, Fachgebieten, Agenturbereichen, Branchen - und werden dafür ab einem gewissen Punkt reich belohnt: Das ganze lässt sich anhand des Beispiels Supermarkt leicht erläutern:

Wir alle gehen in den Supermarkt, entweder täglich, oder zumindest alle paar Tage, und lassen dort, über einen längeren Zeitpunkt betrachtet, einen Großteil unseres Geldes. Ich zieh mir mal eine Zahl aus den Fingern, und behaupte es handelt sich dabei um Durchschnittlich 20% des gesamten Geldflusses (So ein paar Luxusgütter wie Schokolade, Kaffee, Tee mal miteingerechnet).

Wir sind aber nicht alleine, sondern wir skalieren. Angenommen wir starteten mit einer kleinen Webentwickleragentur, sind aber nach ein paar erfolgreich abgewickelten Aufträgen auf ein ansehnliches Team von 15 Programmierern und ein paar Projektleitern, Vertrieblern, Marketingfuzzis usw. angewachsen. Also sagen wir mal, insgesamt sind wir 20 Leute. diese brauchen insgesamt jeweils (wir sind ja cool und wollen non-profit bleiben) 1000 Euro zum leben. Davon gehen also ca 200 Euro pro Person an die Supermärkte, bei 20 Menschen macht das 4000 Euro pro Monat, Natürlich wieder 20% des gesamten Personalaufwandes des Unternehmens, eventuell um die 10% der gesamten Kosten des Unternehmens.

Während all diese Leute sich mal, hier und da, bei unserer Anbaukooperative (www.loewengarten.de) auf dem Feld betätigen könnten an statt im Supermarkt rumzuhängen, müssten sie sich auch in der restlichen Zeit wesentlich weniger vor Computern abmühen um zu tun was Kunden wollen und Gewinn zu erwirtschaften. Das gleiche Spiel lässt sich wiederholen, und zwar für fast alle Bedürfnisse des täglichen Lebens: Wohnraum, Vergnüngen, Lebensmittel, sogar Fortbewegung und Reisen.

Anstatt also all diese Zeit mit Geld verdienen und es wieder ausgeben zu verbringen, könnten all diese Menschen sie in sinnvollere Dinge investieren, wie z.b. tolle Projekte oder ihre persönliche Weiterentwicklung und Sammlung von Lebenserfahrung. Oder einfach für was sie wollen.

Ich will auch dafür mal einen Prozentwert herbei holen, um das mal zu veranschaulichen: Bislang leider noch bloss im Kopf überschlagen, geh ich mal von - für mich sehr realistsich klingenden - 30-50% tatsächlicher Zeitersparnis aus. Weil vielleicht nicht alle bei allem mitmachen wollen, wäre diese Zahl vielleicht erstmal ein bisschen kleiner. Trotzdem beachtlich, und falls wir nun von einer Gesamtgröße des Netzwerkes von 2000 Einzelpersonen und 30% und einer 30 Stundenwoche aus ausgehen, handelt es sich dabei um ansehnliche 72000 Stunden gewonnen Arbeitskraft für tolle Projekte (die bei sinnvoller Auslegung auch erneutzusätzliche Synergieeffekte auslösen können).

Ohne dieses Argument, hätte ich manchmal in Diskussionen mit radikalen Linken nicht zu meinen Vorstellungen stehen können, die uns vorwurfen, durch das blosse Einlassen auf die Marktwirtschaft, müssten wir uns zwangsläufig den Gesetzen des Marktes unt45werfen, müssen wir also Verwertungslogik auf die Tagesordnung setzen, uns gegen Konkurrenz behaupten, und all den Schmus der den Kapitalismus so fettig macht. Das glaube ich allerdings nicht, denn durch ein bisschen Zusammenhalt und Zusammenarbeit, durch Kooperations- statt Konkurrenzdenken, lässt sich meiner Meinung nach leicht genug Druck aus den “Gesetzen des Martkes” nehmen, um die restliche Zeit dafür zu nutzen nicht Hals und Kopf im Kampf um Geld zu verlieren - sondern sich, als Einzelpersonen, als Firmen, als Netzwerk, Stück für Stück unabhängiger von Geld (oder besser gesagt externen Bezugsquellen von Ressourcen und Dienstleistungen) zu machen.

Wenn das alles immer noch zu kompliziert klingt, nochmal kurz gesagt: Kooperation spart Zeit, nettes Miteinander und angenehmeres Lebens- und Arbeitsklima senkt allgemein den Bedarf an Ablenkung, vermindert Reibungsverluste, erhöht die Produktivität. Das alles spart Zeit und Geld. Gespartes Geld ist gesparte Zeit, denn schliesslich muss man für das Geld ja dann nicht mehr arbeiten. Gesparte Zeit heisst mehr Raum für Selbstverwirklichung, Spass uns Freude. Die gewonnene Lebensfreude spart wiederum Geld.

Wer sich langweilt: Es gibt genug zu tun :)